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DRESDEN AM WOCHENENDE 10./11.12.2011 Praxisnahe Ausbildung in Dresden Die Adolph-Kolping-Schule Dresden und die Schule für Kosmetik - être belle Dresden haben nicht nur ihren Sitz am hiesigen Weberplatz gemeinsam. Die beiden Ausbildungseinrichtungen haben sich auch zusammengetan, um den für einen erfolgreichen Lernprozess so wichtigen Praxisbezug herzustellen. Der Kontakt zur Dresdner Wirtschaft, konkret zur Mercedes-Benz-Niederlassung in der Fritz-Meinhardt-Straße 1, gelang mit Hilfe des Hobbyhistorikers Steffen Bösnecker. "Auf dem heutigen Firmengelände sorgte bei Grabungen 1993 die Entdeckung der Grabstätte einer Frau aus der Zeit des Mittelneolithikums, also vor rund 7000 Jahren, für Schlagzeilen. Die Tote wurde als die ´Frau von Nickern´ berühmt", erinnert Steffen Bösnecker. In den Räumen der Mercedes-Benz-Niederlassung kommen nun bis zum 17.Dezember die Erinnerungen an eine reiche Vergangenheit wieder ans Tageslicht. Gezeigt wird eine Ausstellung, die AKS und Kosmetikschule gemeinsam erarbeitet haben. "Dort wurde auch eine neolithische Siedlung der sogenannten ´Lengyel-Kultur´gefunden. Zudem hat man ein mittelbronzezeitliches Gräberfeld, eine slawische Siedlung sowie eines der in Sachsen äußerst seltenen Gräberfelder aus der späten Völkerwanderungszeit nachgewiesen. Die Langobardenstraße in Nickern beruht auf einem Fund in unmittelbarer Nähe im Jahr 1897." Als in den Jahren 2003 und 2004 der neue Autobahnzubringer zur A17 erschlossen wurde, folgten weitere spektakuläre Entdeckungen: "Es wurden drei weitere, fast 7000 Jahre alte neolithische Kreisgräben gefunden. Die gigantischen Anlagen entstanden zwei Jahrtausende vor dem weltberühmten englischen Stonehenge und den ägyptischen Pyramiden und sind die ersten nachgewiesenen Monumentalbauten in Europa überhaupt. Dresden war also Zentrum der ersten europäischen Hochkultur", so Bösnecker. "Eine der Anlagen hat sogar vier Gräben - eine absolute Besonderheit: Sie wurden in Europa bisher nur viermal entdeckt. Standorte mit gleich vier Anlagen an einem Ort gibt es in ganz Europa nur zweimal: in Dresden und in Kyhna, einem Dorf nordwestlich von Leipzig", fügt Bösnecker hinzu. Für die Errichtung der vier Anlagen haben die Steinzeitmenschen über 7700 Kubikmeter Lößboden ausgegraben und zu einem Wall geformt, 10600 Eichenbäume gefällt und als Palisadeneinfassung verbaut. "Da diese ungeheuren Dimensionen kaum vorstellbar sind, habe ich in Zusammenarbeit mit Schülern aus dem Bereich Holzbearbeitung der Adolph-Kolping-Schule zwei maßstabsgerechte Modelle der jeweils größten und kleinsten Kreisgrabenanlagen hergestellt sowie zwei jener 10600 Eichenholzstelen, die damals in Nickern als Palisaden verbaut wurden", erläutert Bösnecker. Zudem haben die Berufsschüler beider Einrichtungen gemeinsam eine "Steinzeitfamilie" nachgestaltet: "Unsere Schüler haben die Steinzeitkleidung entworfen und geschneidert, die Kosmetikschülerinnen haben mit dem passenden Make-up für den authentischen Look gesorgt", sagt Bianca Pilch, stellvertretende AKS-Schulleiterin in Dresden. Drei Bildschirmpräsentationen, nachempfundene Keramikgefäße, Feuersteinexponate sowie Taschen aus Birkenrinde runden die entstandene Schau ab. Eine "archäologische Grabungsstelle" soll zudem auch die Jüngsten an ihre Wurzeln heranführen: "Dafür haben wir einen Buddelkasten aufgebaut, in dem die Kinder nach zerbrochenen, der Steinzeit nachempfundenen Gefäßen, Gebrauchs- und Kunstgegenständen suchen können", verrät Bösnecker. "Unsere Schülerinnen haben zur Eröffnung die Kinder des Kindergartens ´Fritzi´von der Fritz-Meinhardt-Straße sowie alle Kinder, die vorbeikamen, zu täuschend echten Steinzeitkindern geschminkt, das war wirklich beeindruckend", sagt Roswitha Schob, Schulleiterin der Schule für Kosmetik - être belle Dresden. Zudem konnte ein steinzeitüblicher Gräupchenbrei verkostet werden, den die Auszubildenden des Bereiches Ernährung und Hauswirtschaft der Adolph-Kolping-Schule hergestellt haben. Sächsische Zeitung Dresden, 17.11.2011 Spaß am Lernen kann man lernen Adolph-Kolping-Schule ebnet den Weg zur Berufsausbildung Dresden. Kann man lernen, das Lernen Spaß macht? Die Pädagogen ohnehin und nicht wenige der Schüler an der Adolph-Kolping-Schule Dresden (AKS) würden diese Frage ganz gewiss bejahen. "Schule ist das, was wir daraus machen", ist das Motto der Bildungseinrichtung am Weberplatz. Hier erhalten in der Mehrzahl Mädchen und Jungen, die aus unterschiedlichen Gründen schwer für eine Ausbildung zu vermitteln sind, eine Chance für ihre berufliche Zukunft. Jugendliche mit Lernbehinderung oder aus sozial benachteiligten Familien gehören dazu, ebenso solche mit abgebrochener Mittelschule. "Unser Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) bietet einen erfolgreichen Weg zur Berufsausbildung" betont Bianca Pilch, stellvertretende Schulleiterin der AKS. Die Aufgabe der Schule dabei ist es, Jugendliche auf das Berufsleben vorzubereiten. Von den im BVJ angebotenen Berufsfeldern können die jungen Leute zwei Berufsfeldern aussuchen und sich ein Jahr lang darin ausprobieren. Ist nach dem BVJ der passende Betrieb für die praktische Ausbildung gefunden, kann eine dreijährige Berufsausbildung im dualen System mit anerkannter Kammerprüfung folgen. Dabei ist es möglich, dass nach dem BVJ ein Schulabschluss zuerkannt werden kann, der dem Hauptschulabschluss entspricht - und das ohne Abschlussprüfung. Die Kolping-Schule bietet das Berufsvorbereitungsjahr in den sechs Berufsfeldern Holztechnik/Farbtechnik und Raumgestaltung, Ernährung und Hauswirtschaft, Wirtschaft/Verwaltung und Verkauf, Gartenbau/Agrarwirtschaft sowie Metalltechnik an. In diesem Ausbildungsjahr kam mit Körperpflege/Kosmetik ein siebter beliebter Bereich dazu. Letzteres ist möglich geworden seitdem die Schule für Kosmetik être belle Dresden ebenfalls ihren Sitz am Weberplatz hat. Aus der Zusammenarbeit unter einem Dach sind nun auch neue fundierte Ausbildungsmöglichkeiten entstanden. Die Schule für Kosmetik être belle bietet eine fundierte Ausbildung, in der der Ausgleich zwischen zur Kosmetikerin (drei Jahre), sowie Theorie und Praxis großgeschrieben wird, im Rahmen des BGJ Körperpflege (Friseur/Kosmetik) eine zwölfmonatlige Lehrzeit mit möglicher anschließender Ausbildung zum/zur Kosmetiker/in. Auch die Möglichkeit, sich im Rahmen der Abendschule zur Kosmetikerin, zur Fachkraft für Fußpflege oder zum Make-up Artist weiterzubilden, besteht. |